FREIE PLÄTZE: 2 Freie Plätze ab August 2022.

Das Konzept

1.Vorwort

Liebe Leser, 

In der vorliegenden Konzeption möchte ich Ihnen einen Überblick  über meine pädagogische Arbeit in der Kindertagespflege Löwenfreunde geben und Sie somit bei der Entscheidung, wo sie Ihr Kinde am besten aufgehoben und betreut sehen, unterstützen. 

Eine Konzeption ist die Grundlage der pädagogischen Arbeit in der Betreuungsstelle. Sie ist jedoch nicht einmal für alle Zeiten festgeschrieben sondern unterliegt einer regelmäßigen Überprüfung und Anpassung an die  äußeren Rahmenbedingungen und  Bedürfnisse der Kinder.   

1.1 Bild vom Kind

In meiner pädagogischen Arbeit richte ich mich nach den Prinzipien der Reggio-Pädagogik und der Pädagogik von Emmi Pickler. Meine pädagogische Grundhaltung zum Kind basiert auf der Erkenntnis, dass jedes Kind als kompetentes und aktives Wesen auf die Welt kommt. Es setzt sich selbständig und aus eigenem Antrieb heraus mit seiner Umwelt auseinander. Wie die Reggianer sagen, das Kind ist Forscher, Entdecker und Abenteuer zugleich. Kinder sind von Natur aus neugierig und wissbegierig. Besonders Kinder unter 3 Jahren nutzen jede Gelegenheit, um ihre Umgebung zu erforschen. Sie wollen herausfinden, was passiert, wenn ich mein Brot auf dem Boden fallen lasse, wie fühlt sich mein Brei an, wie hoch kann ich klettern. Sie sind dabei durch keine Ermahnungen zu bremsen. Bei ihren kleinen und großen Entdeckungen scheuen sie nicht, neue Wege zu gehen. Sie nutzen dabei kreativ alle ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen, um das Ziel zu erreichen. Vielleicht haben sie schon ein Mal beobachtet, wie ihr Kind einen Eimer umdreht und darauf klettert, um einen interessanten  Gegenstand von einem Schrank runter zu holen? 

Das Kind braucht dementsprechend kein vorgefertigtes Wissen. Die Aussage „der Herd ist heiß!“ nutzt  einem Kind nichts, solange es noch keine Gelegenheit hatte zu erfahren, wie sich warm und kalt anfühlt. Was ein Kind braucht, ist eine Umgebung, die ihm ermöglicht, alles was er im Moment interessant findet, ohne Verletzung zu erfahren und Erwachsene ihn auf seinen täglichen Entdeckungen begleiten.

1.2 Die Räume

Für die Betreuung der Kinder habe ich eine größere Wohnung in Sulzbach/Taunus in der Nähe des Bahnhaltestelle angemietet. Der Betreuungsraum ist über 50qm groß und übersichtlich eigerichtet. Er bietet viel Platz zum Toben, Spielen, sich ausruhen, essen und für kreative Aktivitäten. Zu der Wohnung gehört ebenfalls ein kleiner Bad und eine wirklich kleine Küche, in der ich täglich frische Mahlzeiten zubereite. 

An den Tagen, an denen wir den Vormittag nicht unterwegs oder auf einem der Spielplätze verbringen, haben wir die Möglichkeit auf der Terrasse uns auszutoben. Dort stehen den Kindern mehrere Fahrzeuge (Bobby Cars) , Hupftiere und ein Sandkasten zur Verfügung. 

Die Wohnung verfügt über zwei Eingänge. Der Eingang für die Eltern und Tageskinder führt über den Keller. Dort habe ich auch eine Kindergarderobe eingerichtet. Nachdem die Kinder ihre Jacken und Straßenschuhe ausgezogen haben , werden sie von den Eltern mir übergeben. 

Eingang zur Kindergarderobe
Kindergarderobe

1.3 Unsere Gruppe

   Löwenfreunde


Ich möchte  Euch  Löwenfreunde vorstellen: 
        

In meiner Kindertagespflege in Sulzbach Taunus wird natürlich nicht nur Ihr Kind betreut, sondern es wird Teil einer kleinen Gruppe von 5 Kindern. Ich betreue Kinder ab 10 Lebensmonat bis zum Kindergartenalter. Ich biete 5 Vollzeitplätze, nach Absprache in Ausnahmefällen ist Platzsharing möglich. 
Eine gute Durchmischung des Alters ist wichtig, wobei die jüngeren Kinder viel von den größeren Kindern lernen. Für die größeren Kinder ist es eine Chance zu erfahren, was es heißt Verantwortung zu übernehmen und Vorbild zu sein. 
Kinder unter 3 Jahren können noch nicht lesen. Damit Ihr Kind sich im Kindertagespflegealltag leichter orientieren kann, habe ich für jedes Kind ein Tierzeichen überlegt- Elefant, Löwe, Krokodil, Igel und Nilpferd. Das Tier, das dem jeweiligen Kind zugeordnet ist, findet sich auf dem Garderobenhacken, auf dem Portfolio, auf dem Fach mit der Bettwäsche. Dadurch können sich Kinder für sie wichtige Sacher besser merken, z.B.: wo sie ihre Jacken aufhängen können, wo sie ihre Kuscheltiere verstauen und wieder finden können. Das trägt nicht nur zu einer besseren Orientierung Ihres Kindes in der Kindertagespflege sondern fördert auch die Selbständigkeit im Alltag und stärkt die Persönlichkeit. 

1.4 Eingewöhnung

Die Eingewöhnungszeit ist sowohl für das Kind als auch für Sie als Eltern und für mich als Kindertagespflegeperson sehr wichtig. Das Ziel der Eingewöhnungszeit ist das 
gegenseitige Kennenlernen, Austausch von Erwartungen und Wünschen und nicht 
zuletzt Aufbau eines vertrauensvollen Verhältnisses zwischen mir und ihrem Kind. 
Der Übergang von der Familie in die Tagespflegestelle ist für jedes Kind eine große 
Herausforderung. Das Kind muss sich an die neue Umgebung anpassen, sich auf neue 
Menschen einlassen, sich an den veränderten Tagesablauf und mehrstündige 
Trennung von den Eltern gewöhnen. Damit ihr Kind sich auf diese neue Situation 
einlassen kann, braucht es die Unterstützung der Eltern. Fremde Orte lassen sich mit
starker Hilfe besser erkunden. Aus diesem Grund wird ihr Kind von einem Elternteil oder einem Familienmitglied in den ersten Tagen begleitet. Dadurch erhalten Sie als Eltern auch  einen Einblick in den Tagesablauf und lernen mich besser kennen lernen.
In meiner mehrjährigen Tätigkeit als Erzieherin in Kindertageseinrichtungen  habe ich bereits mehrere Eingewöhnungen durchgeführt. In der Praxis habe ich sowohl Kinder erlebt, die sich auf eine neue Situation schnell eingelassen haben als auch solche, die etwas länger gebraucht haben, um sich von der Bezugsperson zu trennen. Aus diesem Grund gestalte ich jede Eingewöhnung individuell und orientiere mich dabei grob an das Berliner Modell.
Die Eingewöhnung verläuft in drei Phasen:
In der Anfangsphase verbringt ihr Kind mit Ihnen ein paar Stunden in meiner 
Kindertagespflegestelle. In dieser Zeit hat das Kind die Möglichkeit die 
Räumlichkeiten kennen zu lernen sowie die anderen Kinder und den Tagesablauf. Ich 
begleite es auf seiner Erkundungstour, lerne seine Interessen und Vorlieben kennen. Ich trete in Kontakt mit dem Kind durch gezielte Spielangebote. 
Nach einiger Zeit wird die erste Trennung vorgenommen. Nach einem kurzen 
Abschied widme ich mich intensiv dem Kind zu - ich tröste es bei Bedarf und sorge 
für Ablenkung. Die Eltern bleiben in dieser Zeit in der Nähe der Kindertagespflegestelle.
In der Stabilisierungsphase wird die Zeit, in der das Kind ohne die Eltern bei mir 
bleibt, von Tag zu Tag verlängert. Um Ihrem Kind die Eingewöhnung zu erleichtern, 
können Sie ihm einen vertrauten Gegenstand mitgeben, wie z.B. ein Kuscheltier, Tuch 
oder Schnuller. In der Schlussphase bleibt das Kind in der Pflegestelle über die 
ganze vereinbarte  Betreuungszeit. Die Eltern müssen nur für den Notfall erreichbar sein. 

2. Pädagogische Ziele

2.1 Selbständigkeit

"Hilf mir es selbst zu tun"

In Rahmen meiner kleinen Kinderbetreuung habe ich mir die Förderung von selbständigen und selbstbestimmten Handeln im Alltag zum Ziel meines pädagogischen Handelns gemacht.

Besonders ab dem zweiten Lebensjahr entwicklen Kinder ein Bewusstsein  über sich Selbst und ihren Position in der Gemeinschaft. Nach und nach nehmen sie sich als integrale Person wahr. Es ist wichtig , die Kinder in diesem Prozess zu unterstützen. Die Herausbildung eines positiven Selbstwertgefühls und Selbstvertrauens bei Kindern hängt von der Art , wie die Erwachsenen, ihre Bezugspersonen mit ihnen im Alltag umgehen. 

Förderung der Selbständigkeit von hilft ihnen sich selbst selbst als kompetente und starke Personen wahrzunehmen.

In meiner Kindertagespflege dürfen Kinder bei alltäglichen Aktivitäten mithelfen: 

sie decken den Tisch für das Frühstück und Mittagessen mit, putzen den Tisch nach dem Essen ab, helfen die Betten herzurichten von der Mittagspause, dürfen sich die Hände alleine im bad sauber machen, suchen sie die Fotos für die Portfolio aus, usw..

Diese kleine und aus der Sicht der Erwachsenen banale Tätigkeiten helfen den Kindern eine starke und durchsetzungsfähige Persönlichkeit zu entwickeln. 

2.2 Selbständige Bewegungsentwicklung

Bewegung- Lasst mir Zeit

Babys und Kleinkinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Schon während der Schwangerschaft, lassen sich die ersten Bewegungen der noch ungeborenen Kinder feststellen.  Im ersten Lebensjahr machen sie besonders große Fortschritte in der motorischen Entwicklung. Zuerst drehen sie sich vom Rücken auf den Bauch, dann fangen sie an zu krabbeln, ziehen sich hoch an Möbel um schließlich erlernen sie das freie Laufen. 
Die Entwicklung der Grobmotorik bei Kleinkindern spielt eine wichtige Rolle für die ganzheitliche Entwicklung des Kindes. Über die Bewegung gewinnen sie zum einen Erkenntnisse über die Beschaffenheit und Gesetzmäßigkeiten ihrer Umwelt, zum anderen lernen sie sich selbst und die Grenzen ihres eigenes Körpers kennen. 
Die Förderung der Bewegungskompetenzen der Kinder gehört deswegen in meiner Kindertagespflegestelle zu den Schwerpunkten meiner pädagogischen Arbeit. 

Bei der Gestaltung der Bewegungsangebote für Kinder  im Alltag orientiere ich mich dabei an den, durch die ungarische Kinderärztin Emmi Pickler geprägten, Ansatz der selbständigen Bewegungsentwicklung. Als Kinderärztin begleitete und beobachtete Emmi Pikler die Entwicklung der motorischen Fähigkeiten der Kinder. Sie fragte sich schon zu Beginn Ihrer Karriere  als Kinderärztin und Forscherin, was geschehen würde, wenn den Säuglingen und Kleinkindern die Freiheit und die Zeit gegeben wird, sich in eigenem Tempo frei zu bewegen. Diese Denkweise hat  viele pädagogischen Ansätze nachhaltig beeinflusst und ist heute ein fester Bestandteil der modernen Kleinkindpädagogik.
Kinder erreichen den nächsten Entwicklungsschritt aus eigenem Antrieb, ihrem inneren Rhythmus folgend. Unterstützt wird diese Entwicklung durch eine, zum Bewegen animierende Einrichtung der Kinderräume, zum anderen durch eine unterstützende Haltung der Erwachsenen. Die geduldige und unterstützende Haltung der Erwachsenen ist dabei wichtiger als ausgefallene, teure Spielzeuge. “ Laßt mir Zeit“ lautet die Devise. 

Entsprechend ist mein Betreuungs- /Gruppenraum eingerichtet. Der Raum bietet durch seine Geräumigkeit, genügend Platz sowohl für das freie Laufen und Krabbeln,  als auch zum Verstecken und Klettern. In unserem strukturierten Tagesablauf gibt es jeden Tag Zeit für angeleitete Bewegungsspiele und das Freie Spiel.
Ich bin der Meinung, dass die Bewegungsentwicklung von Kindern am besten durch den Aufenthalt im Freien unterstützt werden kann. Die Natur selbst bietet vielfältige und für die Kinder spannendste  Gelegenheiten sich zu bewegen.  Deswegen gehen wir fast jeden Tag raus und laufen auf den Feldwegen oder spielen auf einem der Spielplätze in der Umgebung.

Rituale bei den Löwenfreunden

Rituale sind im Alltag immer widerkehrende  Handlungsabläufe, die durch eine zeitliche Struktur, einen Anfang und ein Ende gekennzeichnet sind. Von der Geburt an geben Rituale den Kindern Orientierung und Sicherheit (Quelle: Nifbe )

Rituale spielen auch in Kinderbetreuung eine zentrale Rolle. Durch ihre strukturierende  Funktion im Alltag erleichtern sie den Kindern das Ankommen in der Betreuungsstelle und ermöglichen zeitliche Orientierung im Tagesablauf. Ritualisierte Aktivitäten (z. B. Morgenkreis) stärken die Bindung zwischen der Betreuungsperson und dem Kind,  schaffen Vertrauen und Geborgenheit. Durch gemeinsame Rituale wird außerdem das Wir-Gefühl und das soziale Miteinander gestärkt.  

Einige unserer Rituale sind: 

  • geregelter Tagesablauf mit festen Spiel- , Essens- und Ruhe- und Abholzeiten
  • Morgenkreis vor dem Frühstuck: Begrüßen aller Kinder und gemeinsames Singen
  • Gemeinsame Mahlzeiten am Tisch 
  • Übergang zwischen den Aktivitäten wird durch bestimmte Lieder angekündigt und begleitet: das Aufräumlied, das Händewaschen Lied, Das Nachhause gehen Lied
  • Geburtstags- und Abschiedsfeste


Ernährung

Die Ernährung

 

Die Ernährung spielt in der Entwicklung der Kinder in den ersten Jahren eine wichtige Rolle. Eltern von Kindern unter 3 Jahren machen sich oft sorgen, ob das Kind genug in der Fremdbetreuung essen würde. 

 

In meiner Kindertagespflege werden drei Mahlzeiten gegessen: 

Gegen 9.00 Frühstück, 11.30 das Mittagessen und um 15.00 Snack.

Durch die geregelte Essenszeiten lernen Kinder seinen Körper und dessen Bedürfnisse wahrzunehmen. Kinder haben ein natürliches Sättigungsgefühl. Sobald sie genug Nährstoffe zu sich genommen haben, hören sie auf zu essen. 

 

Das Frühstück in Form von Brei, dünn belegtes Brot ect wird von Eltern zubereitet. Sobald alle Kinder anwesend sind, werden die Frühstücksdosen ausgepackt, der Tisch gemeinsam gedeckt, Wasser oder Tee geholt. Zu dem Mitgebrachten Frühstück biete ich einen Rohkostteller- mit den derzeit Lieblingsgemüse und Obst.

Wir nehmen unsere Mahlzeiten an einem Kindertisch. Morgens, vor dem Frühstück fangen wir mit einem Begrüßungslied und schauen, wer da ist oder wer eventuell fehlt. 

 

Die Kinder essen weitgehend selbständig. Sie bekommen dabei Hilfestellung von mir. Ich lege jedem Kind sein eigenes Besteck hin. Es darf aber mit den Händen gegessen werden. Die aktive Auseinandersetzung der Kinder mit der Beschaffenheit von Lebensmitteln halte ich für ausschlaggebend für die Entwicklung einer positiven Haltung zu der Ernährung. Kinder, die mit dem Essen aus der Sicht der Erwachsenen „spielen“ dürften, sind später „entspannter“ im Bezug auf die Ernährung.

 

In der Zeit von 11.30-11.45 wird das Mittagessen serviert. Das Mittagessen bereite ich meistens am gleichen Morgen vor und mache ich es mittags nur warm. Bei der Auswahl der Mahlzeiten orientiere ich mich am Alter der Kinder und deren Vorlieben. Montags hänge ich unser Wochenmenü in der Kindergarderobe auf, so dass Eltern über die Gerichte informiert sind. 

Bei der Planung der Mahlzeiten orientiere ich mich an dem Konzept der optimierten Mischkost-OptimiX , Das Konzept wurde  Anfang der 90er Jahre vom Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE) entwickelt und seitdem immer wieder an die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Kinderernährung angepasst. Bei diesem Konzept sind die Mengenverhältnisse der verzehrten Lebensmitteln zueinander für die gesunde Ernährung ausschlaggebend. Es gibt keine ungesunden Lebensmitteln, man spricht von Lebensmittel, die in kleineren Mengen verzehrt werden sollen. Empfohlen wird eine Ernährungsweise, die vor allem aus pflanzlichen Lebensmitteln in Vollkornqualität besteht. Fleisch und Fisch sollten in Maßen genossen werden. 

 

Unser Speiseplan wird nach dem folgenden Muster aufgebaut:

Montag- Nudelgericht mit Fleisch und reichlich Gemüse

Dienstag-Getreidegericht mit Gemüse, vegetarisch

Mittwoch: Suppe/Eintopf

Donnerstag: süße Speise

Freitag: Kartoffel oder ein Kartoffelgericht (z.B. Gnocchi) mit Fisch/Ei, und Gemüse


Auch das Mittagessen nehmen wir gemeinsam an. Bei der Gestaltung der Mahlzeit lege ich Wert auf eine ruhige, entspannte Atmosphäre. Vor dem Essen sagen wir einen Tischspruch auf. Das Essen wird in durchsichtigen Schüsseln auf dem Tisch gestellt, so dass jedes Kind sich aussuchen kann, was es essen möchte. Ab einem gewissen Alter fangen Kinder sich selbst das Essen auf die Teller. So könne sie selbst entscheiden, wieviel sie essen möchten und lernen dabei, die Mengen einzuschätzen.

 

Um 15.00 esse ich mit den Kindern, die bis 16.00 bleiben, eine kleine Nachmittagsmahlzeit. In der Regel Rohkost und/oder Brot, Knäckebrot mit Aufstrich, salzarme Brezeln.  Ab und  an gibt es am Nachmittag selbstgebackenes Gebäck z.B. Muffins. 

Sauberkeitserziehung

Das Trockenwerden spielt in der Entwicklung ihres Kindes ab dem 2ten Lebensjahr eine wichtige Rolle. Zunehmend gewinnt das Kind die Fähigkeit seinen Darm, seine Blase und deren Aktivitäten wahrzunehmen und schließlich seine Stuhl- oder Harnabgabe zu kontrollieren.  

Wann das Kind seine Blase und Stuhlgang kontrollieren kann, ist von Kind zu Kind ganz verschieden. Das Erreichen der Blasenkontrolle erfolgt infolge eines Reifungsprozess und wird vom Gehirn aus gesteuert. Das Trockenwerden des Kindes hängt zusammen mit der Gehirnentwicklung des Kindes. Die Verschaltungen im Nervensystem müssen ausgereift sein, damit dass Kind die Körpersignale wahrnehmen und darauf reagieren kann. 

Die Fähigkeiten der Blasenkontrolle lässt sich von außen nicht steuern. Regelmäßiges Auf-den-Top-Setzen lässt kein Kind schneller trocken werden. Ganz im Gegenteil, ein zu früher Start der Sauberkeitserziehung überfordert Kinder und beeinflusst negativ seine gesamte Entwicklung. Sollte das Kind von den Erwachsenen zu bestimmten Tageszeiten gesetzt werden (Töpfchen Training), verlernt er nicht nur nicht den eigentlichen Sinn des Toilettengangs, sondern kann die Fähigkeit die Bedürfnisse seines Körpers wahrzunehmen verlieren. 

Aus den oben beschrieben Gründen wird in dieser Kindertagespflege im Sinne des Kindeswohles komplett auf das Töpfchen Training verzichtet. 

Ich unterstütze ihr Kind gerne beim Trockenwerden. Sobald das Kind erste Zeichen gibt, dass es in der Lage ist, seine Blase zu kontrollieren, erhält es entsprechende Hilfe.